May
11

Schweinsteiger wirbt um Mourinho

Während Bastian Schweinsteiger Real-Coach Jose Mourinho in höchsten Tönen lobt, basteln die Münchner eifrig am Kader für die nächste Saison. Unter anderem sollen Nuri Sahin von Real Madrid und Tom Starke von 1899 Hoffenheim auf der Münchner Wunschliste stehen.

Im Interview mit den Bundesliga News der „Bild“ brachte Bayern-Mittelfeldregisseur Bastian Schweinsteiger keinen Geringeren als Jose Mourinho als Nachfolger von Jupp Heynckes ins Gespräch. Über den Portugiesen schwärmte Schweinsteiger in höchsten Tönen: „Ich muss sagen, dass ich Mourinho für einen herausragenden Trainer halte. Er spricht ja leider kein Deutsch. Aber ansonsten ist Mourinho ein Trainer, der mit Bayern auf jeden Fall Erfolg haben würde. Und wenn wir irgendwann mal auf Trainer-Suche sind, würde es mich freuen, wenn man auch über ihn nachdenkt.“

Mourinho hatte zwar immer wieder betont, er würde ausschließlich in den drei europäischen Topligen in England, Italien und Spanien arbeiten, vielleicht ist der exzentrische Portugiese aber irgendwann einmal heiß darauf, auch in der Bundesliga auf Titeljagd zu gehen.

Indes melden aktuelle Sportnachrichten von „spox.com“, dass die Münchner angeblich an einer Verpflichtung von Real-Bankdrücker Nuri Sahin interessiert seien. „Wenn die Bayern wirklich ernst machen, dann bekommen sie auch den Spieler, den sie wollen“, hieß es von Kolumnist Raphael Honigstein, der sich im näheren Bayern-Umfeld informiert haben will. Ihm zu Folge hat man beim Rekordmeister erkannt, dass man den Kader in der Breite qualitativ verstärken muss.

Ebenfalls Neuigkeiten gibt es um die Nachfolge des zurückgetretenen Ersatztorhüters Jörg Butt. Kein geringerer als Tom Starke von 1899 Hoffenheim soll ab der kommenden Saison die Nummer zwei hinter Nationalkeeper Manuel Neuer bilden. Da Tim Wiese nach der Saison von Werder Bremen nach Hoffenheim wechseln wird, sucht die bisherige Nummer eins Starke wohl das Weite. Nach Informationen des „Kicker“ soll er auf der Wunschliste von Bayern-Manager Christian Nerlinger stehen.

Im Sturm gilt weiterhin der Franzose Olivier Giroud als möglicher Gomez-Backup. Der 25-jährige Angreifer vom französischen Erstligisten HSC Montpellier wäre einem Wechsel an die Isar nicht abgeneigt – im Gegenteil: „Bayern München ist durch die positiven Erfahrungen französischer Spieler in München noch mehr im Fokus als andere Vereine“, sagte der Nationalmannschaftskollege von Franck Ribery.

May
08

Bayern heiß auf Pokalfinale

„Rundum zufrieden“ ist Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit dem Saisonabschluss seiner Mannschaft: „Wir sind unter den besten vier Mannschaften Europas und in zwei Endspielen.“ Daran soll auch der Abstand in Höhe von acht Punkten auf Titelverteidiger Borussia Dortmund nichts ändern, auf den man im Pokalfinale trifft. In diesem Jahr sind es 73 Zähler und 77:22 Tore mit einer Differenz von +55, vor zwei Jahren reichten 70 Punkte bei 72:31 Toren (+41) zur Meisterschaft.

Beim Punkteholen war der BVB in diesem Jahr also noch erfolgreicher und das obwohl die Bayern am sechsten und siebten Spieltag schon mit acht Zählern vorne lagen. Zur Winterpause betrug der Abstand schließlich nur noch drei Punkte. „Wenn du in der Liga mit acht Punkten vorneweg bist und es als Bayern München noch abgibst, bist du eigentlich enttäuscht“, kommentierte Bastian Schweinsteiger die Saison 2012: „Das dürfte Bayern München nicht passieren.“

Doch abgelaufen ist noch lange nicht alles, weiterhin kann die Saison positiv abgeschlossen werden – und zwar im Rahmen des Finales im DFB Pokal, das am kommenden Samstag in Berlin stattfindet. Hoeneß sparte nicht mit positiven Äußerungen über die Paarung Bayern-Dortmund, die er als „wunderbar“ und „perfekt“ bezeichnete.

Dabei stehen die Bayern etwas unter Druck, schließlich möchte man zum 16. Mal den Pokal in die Vitrine stellen und das Dortmunder Double verhindern. Auch die Niederlagenserie gegen den BVB soll nicht noch weiter wachsen, nachdem man bereits die letzten vier Partien verloren hatte. Außerdem sei es laut Schweinsteiger „immer ein besseres Gefühl, mit einem Sieg ins nächste Spiel zu gehen.“

Und wichtiger als der DFB-Pokal dürfte eben das „nächste Spiel“ sein, das Finale der Champions League 2012 vor heimischer Kulisse. „Wir haben die drei Spiele, in denen es um nichts mehr ging, gewonnen und damit den Dortmundern ein wichtiges Zeichen gesandt“, sagte Thomas Müller: „Wir haben viermal gegen die verloren, da hat man natürlich ein bisschen Wut im Bauch. Wir müssen denen das Stoppschild reinhauen!“

Indes werkelt Sportdirektor Christian Nerlinger weiterhin am Erfolg der Münchner, die er in den kommenden Jahren permanent an der Spitze Europas sieht. Nach der Vertragsverlängerung mit Leistungsträger Arjen Robben sagte er: „Genau wie bei ihm hat es jüngst bei meiner Verlängerung eine Rolle gespielt, zu wissen, dass wir eine Mannschaft haben, die nicht nur dieses Jahr im Champions-League-Finale steht, sondern auch die kommenden Jahre die Chance hat, in Europa weit vorne mitzuspielen.“

May
04

HSV vor erneutem Umbruch

Bereits in der laufenden Saison gab es beim HSV unter Trainer Thorsten Fink einen Umbruch. Und auch in der kommenden Sommerpause wird der Kader noch mal an mehreren Stellen umgebaut. Neben Rene Adler, Artjoms Rudnevs und Dirk Kuyt bringen aktuelle Sportnachrichten auch Granit Xhaka ins Gespräch.

„Ich bin sehr froh, dass ich nicht der erste Sportchef bin, der mit dem HSV in die 2. Liga gehen muss. Aber wir können nicht zufrieden sein“, sagte HSV-Manager Frank Arnesen und kündigte an: „Wir wollen nach oben, deshalb bin ich hierher gekommen. Nächstes Jahr wollen wir in die Top Acht.“ Und um das laut Bundesliga Quoten etwas unwahrscheinliche Ziel erreichen zu können, benötigt der HSV neue Spieler.

Ein Kandidat ist Rene Adler, der bei Bayer Leverkusen seinen Stammplatz im Kasten verloren hat und nun Jaroslav Drobny im „Dino“-Tor beerben soll. Die Chancen auf ein Engagement an der Elbe stehen dabei sehr gut. Zum einen, weil Adler ablösefrei kommt, zum andern, weil der Deal so gut wie fix ist und nur noch die Genehmigung des Aufsichtsrats fehlt.

Ebenfalls gut stehen die Zeichen für eine Verpflichtung des lettischen Nationalstürmers Artjoms Rudnevs vom polnischen Erstligisten Lech Posen. Im Rennen sind dabei auch die beiden russischen Spitzenvereine ZSKA Moskau und Zenit St. Petersburg sowie der FC Porto. Den Zuschlag sollen jedoch die Hamburger erhalten haben, wobei noch letzte Details bei der Ablöse in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro geklärt werden müssen.

Schlechter ist die Aussicht dagegen auf eine Verpflichtung von Liverpool-Stürmer Dirk Kuyt, um den sich Arnesen bemüht. „Das wäre ein Traumtransfer“, schwärmte der Manager: „Er ist ein hervorragender Fußballer mit sehr viel Erfahrung. Er kann auf der rechten, auf der linken Seite oder vorne in der Spitze spielen. Und er besitzt eine fantastische Mentalität.“ Arnesen hat außerdem schon Kontakt zu Kuyts Berater aufgenommen. Dennoch ist der Transfer recht unwahrscheinlich, da Kuyt noch einen Vertrag bis 2013 hat und dem HSV die finanziellen Mittel fehlen.

Ebenfalls unwahrscheinlich gilt ein spekulierter Wechsel von Granit Xhaka vom FC Basel, der unter Fink in der Schweiz gespielt hat. „Wir brauchen einen zentralen Mittelfeldspieler, der unser Spiel lenkt, das hat für mich oberste Priorität“, sagte Fink. Doch der 19-jährige Schweizer wird höchstwahrscheinlich keinen Vertrag bei den Norddeutschen, sondern stattdessen wie angekündigt bei Borussia Mönchengladbach unterschreiben.

Apr
24

Juve demütigt die Roma mit 4:0

Mit einem überragenden 4:0 unterstrichen die Bianconeri ein weiteres Mal ihre Titelambitionen und ließen der Roma nicht den Hauch einer Chance. Mit dem Dreier im Gepäck ist die „alte Dame“ klar auf Meisterschaftskurs.

Am Sonntagabend fand mit der Partie Juventus Turin gegen den AS Rom das Spitzenspiel der Serie A statt, das vor allem von wettbegeisterten Fans heiß erwartet wurde. In den Fußball Quoten der Fußball Wetten wurde Juve als Favorit gehandelt, was sich auch bestätigen sollte. 4:0 siegte der Tabellenprimus, der so seinen Vorsprung auf die Konkurrenz vom AC Milan, der am Nachmittag gegen Bologna gepatzt hatte, ausbauen konnte.

Dabei begann die Partie im ausverkauften Juventus Stadium mit einem furiosen Auftakt. Nur drei Minuten vergingen, bis Arturo Vidal nach einem Zuspiel von De Ceglie die Massen jubeln ließ. Er traf aus elf Metern zur Führung seiner Mannschaft, wobei der Ball vorher flach an drei Roma-Verteidigern vorbeiflog. Die Zuschauer saßen kaum wieder auf ihren Plätzen, da mussten sie schon wieder aufspringen. Fünf Minuten nach dem Führungstreffer traf nämlich erneut Vidal – diesmal nach einem Zuspiel von Vucinic.

Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt sichtlich schockiert und ohne Chancen gegen die „alte Dame“. Juve stand teilweise mit bis zu sieben Spielern in der gegnerischen Hälfte und konnte so den Spielaufbau der Römer früh unterbinden. So dauerte es über 17 Minuten, ehe die Gäste zum ersten Mal den Turiner Strafraum erreichten, wo sie aber zu keiner nennenswerten Chance kamen.

Fast postwendend hätte Chiellini nach einem Freistoß durch Pirlo das 3:0 herstellen können, doch er verpasste den Kopfball. Nun wachten die Gäste endlich auf und ließen den Bianconeri nicht mehr soviel Platz wie in der ersten Phase des Spiels. Doch ein weiterer Rückschlag folgte nach 25 Minuten, als Schlussmann Stekelenburg Marchisio im Strafraum foulte. Der Unparteiische entschied sofort auf Elfmeter und Rot gegen den Niederländer. Den fälligen Strafstoß konnte die Nummer zwei Curci zwar abwehren, doch gegen den Nachschuss Pirlos war auch er chancenlos.

Auch nach dem Seitenwechsel behielt Juventus die Oberhand und spielte absolut dominant weiter. So fiel bereits in der 52. Minute der Treffer zum 4:0-Endstand durch Marchisio, der den Ball von Vucinic hervorragend zugespielt bekam. Siegessicher spielte die „alte Dame“ das Match herunter, kam dabei jedoch noch zu einer tollen Chance in der 71. Minute, als Marchisio beinahe das 5:0 erzielt hätte.

Apr
12

Pizarro lässt Zukunft weiter offen

Bremen-Stürmer Claudio Pizarro äußerte sich auch nach dem Liga-Spiel gegen den FC Bayern nicht zu den anhaltenden Gerüchten um einen Wechsel an die Isar. Indes ist für ihn die Europa Liga plötzlich kein Kriterium mehr.

Bereits in der vergangenen Woche verkündete der „Münchner Merkur“, dass die Rückkehr von Claudio Pizarro zum deutschen Rekordmeister in trockenen Tüchern sei. Umgehend folgte jedoch das Dementi durch Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und auch Bremen-Sportdirektor Klaus Allofs wollte von einem fixen Transfer nichts wissen.

Die Hoffnungen der Medienvertreter, Pizarro würde sich nach dem Liga-Spiel in der 1. Bundesliga zwischen Bremen und Bayern zu dem Thema zu seiner Zukunft äußern und den Deal bestätigen, wurden jedoch zerschlagen. Stattdessen betonte der Peruaner einmal mehr, er habe sich noch nicht entschieden und wiederholte somit seine vorherigen Dementis. „Die Enttäuschung ist sehr groß. Das war eine große Chance für uns, drei Punkte zu holen. Jetzt ist, glaube ich, alles vorbei“, sagte der 33-Jährige über die aktuelle Situation der Bremer: „Natürlich möchten wir die letzten zwei Spiele gewinnen. Aber es hängt nicht nur an uns.“

Damit hat „Pizza“ offensichtlich die Hoffnungen auf einen Einzug in die Euro-League aufgegeben. Das ist vor allem überraschend, da er noch vor einigen Wochen gesagt hatte, seine Zukunft hänge eben von der Teilnahme am internationalen Wettbewerb ab. Auf die Frage, ob die Europa League für seine Planungen zentral sei, sagte er gestern: „Nein, nein.“

Wann sich Pizarro über seine Zukunft äußern wird ist ebenfalls offen: „Das weiß ich noch nicht. Ich hoffe, noch während der Saison, sodass ich Euch das sagen kann. Und dann kann ich in Ruhe in Urlaub gehen.“

Indes äußerte sich Allofs ein weiteres Mal über seinen Vorzeigestürmer. „Verwirrung“ über den Transfer konnte der Geschäftsführer gegenüber „goal.com“ nicht ausmachen: „Also ich weiß nicht, ob das für Verwirrung sorgen kann, wenn Bayern sagt: ‚Es ist nicht so’, wenn der Spieler sagt: ‚Es ist nicht so’ und wenn Werder Bremen sagt: ‚Es ist nicht so.’ Ich weiß jetzt nicht, wo die Verwirrung ist. Also für mich ist die Sache klar – dass noch keine Entscheidung getroffen ist.“

Apr
11

Wiese verlässt Werder im Sommer

Wie Bundesliga News berichten, wird Tim Wiese den SV Werder Bremen zum Saisonende verlassen. Das gab der polarisierende Schlussmann der Bremer am Mittwoch bekannt. Zudem drohen dem Verein weitere Abgänge.

Seit sieben Jahre spielt Tim Wiese im Trikot der Bremer nun schon. Doch bald soll damit Schluss sein, der Torhüter wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und sich wohl um einen anderen Verein umsehen. Dabei war die Entwicklung bereits absehbar, dennoch dürften die Fans schockiert sein über den Abgang ihres Lieblings.

Bei den Bremern gilt der Nationalspieler als absoluter Fan-Liebling neben Claudio Pizarro, der sich nie zu schade ist, Probleme beim Namen zu nennen und verbal auf den Putz zu hauen. Dabei dürften auch die Verantwortlichen – allen voran Manager Klaus Allofs – enttäuscht sein. Sie hatten kürzlich versucht, den Kontrakt mit dem 30-jährigen Top-Verdiener zu verlängern.

Knapp drei Millionen soll Wiese pro Jahr an der Weser kassiert haben. Millionen, die die Bremer für den Umbau der Mannschaft nun dringend benötigen. Schließlich stehen die Prognosen in den Fußball Quoten auf ein Erreichen der Europa League-Plätze mehr schlecht als recht. Nach zwei Jahren ohne Champions League-Teilnahme müssen die Bremer unbedingt auf die Finanzen achten. Sollte man zudem den Einzug in die Europa League verpassen, dann droht der Untergang ins fußballerische Niemandsland.

Neben Wiese sollen auch zwei weitere Bremer vor dem Absprung stehen. Zwar hofft Allofs auf den Verbleib von Claudio Pizarro, doch Medienberichten zu Folge soll sich der Peruaner bereits in ersten Gesprächen mit Bayer München befinden und den Verein nach der Saison ebenso verlassen wie der langzeitverletzte ehemalige Abwehrchef Naldo.

Dennoch warnt Allofs vor Panikmache und kündigte an, auch in der kommenden Spielzeit eine starke Truppe zusammenzustellen. Dass die Aufgabe keine leichte sein wird – dessen sind sich alle Beteiligten bewusst.

Indes wird mit Spannung erwartet, welcher Verein sich die Dienste Wieses im Sommer sichern wird. Als heiße Kandidaten gelten neben Schalke 04 auch der AC Mailand und Tottenham Hotspur, mit denen der Keeper in den vergangenen Wochen immer wieder in Zusammenhang gebracht worden war. Wiese selbst äußerte sich bislang nicht. Gegenüber der „Kreiszeitung Syke“ sagte er: „Dazu werde ich jetzt noch nichts sagen.“

Mar
22

Bayern nach Elfmeter-Krimi im Pokalfinale

Der FC Bayern München steht im Endspiel um den DFB Pokal. Am Mittwochabend besiegten die Münchner im Halbfinale Borussia Mönchengladbach nach Elfmeterschießen und treffen nun in Berlin auf Borussia Dortmund. Pechvogel des Spiels war Dante, der seinen Elfer verschoss und so den Sieg der Bayern ermöglichte.

Einen großartigen Fußballabend boten der FC Bayern und Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend. Obwohl in der regulären Spielzeit und in der Verlängerung kein Tor fiel, war das Spiel extrem sehenswert. Dabei gingen die Bayern von Anfang an stark in die Partie und präsentierten sich in einer tollen Verfassung. Dass die Gladbacher brandgefährlich sind, wusste man bereits aus den beiden Niederlagen in der Liga, daher präsentierte sich das Team von Trainer Jupp Heynckes defensiv geordnet, setzte jedoch gleichzeitig auf schnelles Offensivspiel.

So kamen die Bayern früh zu Chancen, scheiterten jedoch mehrmals am überragend agierenden „Fohlen“-Schlussmann ter Stegen. Die Borussia reagierte und nahm etwas Tempo aus dem Spiel um die eigene Ordnung herzustellen. Das gelang ziemlich schnell und so folgten sehenswerte Offensivaktionen, wobei man jedoch stets bedacht war, sich vom Gegner nicht überrumpeln zu lassen.

Auch in der zweiten Halbzeit präsentierten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Münchner kamen jedoch zu mehr Chancen. Doch auf jede Gelegenheit der Bayern folgte postwendend ein ebenbürtiger Angriff der „Fohlen“, die sich ebenfalls in einer tollen Form präsentierten. Die Bayern agierten phasenweise zwar dominant, doch Gladbach fand stets die richtigen Mittel in der Defensive, um die Angriffe der Münchner zu unterbinden.

Trotz einiger Chancen war den Teams anzusehen, dass sie bedacht waren, sich keine Fehler zu leisten. Dabei vergaben beide Mannschaften teils hundertprozentige Torgelegenheiten.

In der ersten Hälfte der Verlängerung zeichnete sich die gute Physis der Münchner ab, die im Gegensatz zu den Gastgebern nach wie vor recht spritzig agierten. Dazu kam, dass sich Neustädter verletzte und die Gladbacher langsam an ihre körperlichen Grenzen kamen. In den letzten zehn Minuten waren die Bayern schließlich die klar dominierende Mannschaft, konnten jedoch nach wie vor keinen Treffer gegen die defensiv geordneten Borussen verzeichnen.

Letztlich wurde die Partie im Elfmeterschießen entschieden. Dabei bewiesen die Münchner mehr Nervenstärke und verwandelten alle vier Elfmeter, während Dante über das Tor schoss. Manuel Neuer parierte schließlich den Schuss von Nordtveit, wodurch die Münchner letztlich mit 4:2 als glücklicher Sieger vom Platz gingen. Im Pokalfinale treffen die Bayern auf Borussia Dortmund, das sich am Vorabend gegen Greuther Fürth durchsetzen konnte.

Mar
21

Marseille im Viertelfinale der Champions League

Olympique Marseille hat das Viertelfinale der Champions League erreicht. Im Rückspiel bei Inter Mailand reichte den Franzosen eine 1:2-Niederlage, nachdem sie das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatten. Inter rutscht mit dem Aus in der Königsklasse immer tiefer in die Krise.

Vor 65.000 Zuschauern im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion war Brandao der Held des Abends. Der eingewechselte Angreifer von Marseille schoss in der Nachspielzeit das entscheidende Tor für sein Team, das in den Sportwetten als Außenseiter gehandelt worden war. Zwar hatte Diego Milito Inter in der 75. Minute in Führung gebracht, doch auch der Treffer von Giampaolo Pazzini zum Schlusspfiff half nichts mehr. Der 50. Sieg in der Champions League für die „Nerazzurri“ war demnach ganz bitter, denn fürs Weiterkommen reichte es nicht.

Dabei begann Inter im 4-4-2 mit Milito und Forlan im Sturm, während Sneijder als Zehner dahinter spielte. Von Anfang an präsentierten sich die Italiener in einer Top-Form und dominierten die erste Spielphase komplett. So hätte es nach zehn Minuten bereits 2:0 stehen können, doch den stark agierenden Zanetti und Maicon gelang der frühe Führungstreffer nicht.

Nach 20 Minuten wachte Marseille auf und fand besser ins Spiel. So gelangen den Franzosen auch einige Vorstöße in Richtung des Mailänder Kastens, doch zwingend war davon keiner. Dafür stand jedoch die Defensive kompakt und sicher, wodurch es das Team den Gastgebern schwer machte.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es lange, bis die beiden Mannschaften wieder in die Partie fanden. So wartete Marseille hauptsächlich ab und ließ Inter kommen. Doch dem italienischen Erstligisten gelang nur wenig. Zu ideenlos präsentierte sich das Team, als dass es die Gäste in Bedrängnis hätte bringen können. Als dann auch noch Sneijder wegen einer Verletzung ausgewechselt werden musste, ging spielerisch überhaupt nichts mehr.

Bis zur 75. Minute dauerte es und endlich fiel der ersehnte Treffer für Inter durch Gabriel Milito, der nach einer Ecke blitzschnell reagierte und den Ball ins gegnerische Netz schob. Marseille versuchte nun nur noch, sich in die Verlängerung zu retten. Doch soweit kam es gar nicht mehr, denn der eingewechselte Brandao nutzte einen Patzer in der Mailänder Abwehr eiskalt aus und stellte so den 1:1-Ausgleich her. Zwar erzielte Pazzini noch das 2:1, doch der Treffer fiel mit dem Schlusspfiff zu spät. Inter schied letztlich absolut zu Recht aus dem Turnier aus, während Marseille ins Viertelfinale einzieht. Auf wen die Franzosen dort treffen werden, entscheidet sich am Freitag in Nyon, wenn die Partien ausgelost werden.

Mar
21

CL: Chelsea im Viertelfinale

Der FC Chelsea steht im Viertelfinale der Champions League. Mit zwei Toren Rückstand gingen die Londoner in die Partie gegen den SSC Neapel und siegten überraschend mit 4:1. Matchwinner auf Seiten der „Blues“ war Branislav Ivanovic, der in der ersten Halbzeit der Verlängerung seiner Mannschaft das Weiterkommen sicherte.

Großer Druck lastete auf dem FC Chelsea im Vorfeld des Rückspiels im Achtelfinale der Champions League, nachdem das Team in der ersten Begegnung beim SSC Neapel mit 1:3 unterlegen war. Entsprechend nervös ging die Mannschaft von Interimscoach Roberto Di Matteo in die Partie. Chelsea hatte durch Didier Drogba zwar die erste Chance, agierte jedoch weiterhin unsicher.

Ganz anders die Italiener: Neapel präsentierte sich von Anfang an selbstbewusst und spielte bei Ballgewinnen meist über rechts nach vorne, wo sich viele Chancen auftaten. Auch das Abwehrverhalten des SSC, der in den Fußball Quoten als Viertelfinalist gehandelt wurde, überzeugte auf ganzer Linie. So setzte das Team auf ein 4-3-2-1 bei Ballbesitz der Hausherren und verknappte so den Raum.

Bis zur 28. Minute gelang dies auch hervorragend, doch gegen Drogbas Kopfballstärke sollte es nicht reichen. Dem Führungstreffer ging eine tolle Hereingabe durch Ramirez über die linke Außenlinie hervor. Napoli war wie paralysiert in den anschließenden Minuten, während Chelsea seine Lufthoheit im gegnerischen Strafraum für sich entdeckte.

Nachdem Maggio aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden musste, wechselte Zuniga die Seiten. Dadurch wurde die Abstimmung der Italiener etwas besser. Doch die Gäste taten sich im Gegensatz zum in den Fußballnachrichten vielgelobten Hinspiel am Mittwoch schwer, die Räume hinter dem aggressiv nach vorne schiebenden Ivanovic zu nutzen.

So verwunderte es auch nicht, dass Chelseas John Terry in der 47. Minute auf 2:0 erhöhte. Nach einer Ecke von Lampard löste sich der Mannschaftskapitän vom Elfmeterpunkt und köpfte freistehend aus sieben Metern ein.

Nun schienen auch die Italiener wieder erwacht. Sie kämpften sich in die Partie zurück und holten sich in der 55. Minute den Vorteil durch einen Treffer von Inler aus 16 Metern zurück. Doch auch der Gegentreffer änderte nichts daran, dass die Gastgeber die Partie klar dominierten. So hielt das Team die Gäste mit Standards und Flanken von Außen auf Trab, bis schließlich in der 74. Minute der Ausgleich per Handelfmeter durch Lampard gelang, der sein Team in die Verlängerung rettete.

In dem zusätzlichen 30 Minuten hatte Napoli anfangs mehr Zugriff, während Chelsea eher auf seine kontrollierte Defensive und Kontergefahr setzte. Der Einsatz der „Blues“ sollte sich in der 105. Minute auszahlen: Nach einem Einwurf spielte Drogba den Ball auf Ivanovic, der im Fünfmeterraum freistehend zum 4:1-Siegtreffer traf.

Mar
07

Alles im Lot beim BVB

Bei Borussia Dortmund läuft es derzeit mehr oder weniger perfekt. Im Kampf um die Meisterschaft spricht alles für einen Erfolg der Borussen, lediglich eine Schwierigkeit taucht auf: Die Chancenverwertung.

„Wir sind Erster und wenn wir am Ende noch Erster sind, wird hier keiner in Tränen verfallen. Wir wissen, wir spielen eine bessere Saison, als wir es uns vorgestellt haben. Über die Meisterschaft reden wir dennoch nicht“, sagte BVB-Coach Jürgen Klopp am Sonntag im „KIA-Doppelpass“. Doch nach sieben Siegen und sieben Punkten Vorsprung auf den FC Bayern nach sieben Spielen in der Rückrunde gelten die Dortmunder in den Bundesliga Quoten als klarer Favorit auf die Schale.

Trotz guter Aussichten übt sich der Meister weiter in Understatement, das „M-Wort“ gilt als Tabu. „Alle versuchen uns weichzukochen, in der Hoffnung, dass es schon in Augsburg schiefgeht“, sagte Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke leicht genervt in Hinblick auf das nächste Spiel. Dabei spielt kein Team so konstant wie der Klopp-Trupp. 17:4 Tore in der Rückrunde – ein klasse Wert.

Doch nicht nur die starke Leistung der Mannschaft bei gleichzeitig durchwachsener Form von Hauptkonkurrent Bayern München deutet auf einen Triumph der Schwarz-Gelben hin. Auch die Statistik spricht für die Titelverteidigung: Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel hat nach dem 24. Spieltag noch nie ein Spitzenreiter einen Vorsprung von fünf oder mehr Punkten vergeben.

Lediglich bei der Chancenverwertung liegt der BVB, der nur rund jede vierte Möglichkeit nutzt,  mit Platz 8 im Mittelfeld. Gleichzeitig erspielten sich die Dortmunder aber auch die meisten Chancen – 183 Stück in der laufenden Saison.

Das liegt vor allem daran, dass der Kader des BVB derzeit extrem stark ist. So konnte der Ausfall von Youngster Mario Götze ohne große Probleme kompensiert werden und selbst der Abgang von Nuri Sahin vor der Saison wirkte sich wider Erwarten überhaupt nicht auf das Spiel des Meisterteams aus. Zu stark ist der Kader inzwischen.

Dabei lobte „Kloppo“ in den Bundesliga News derzeit vor allem von Blaszcykowski: „Kuba spielt in der besten Verfassung, seit wir zusammenarbeiten. Er ist ein super Junge, völlig klar im Kopf.“ Auch Kevin Großkreutz gilt als absoluter Leistungsträger, den Klopp Bundestrainer Joachim Löw ans Herz legte: „Wenn er einen richtig starken Spieler haben will, der sowohl offensiv als auch defensiv alles gibt, dann sollte er Großkreutz mit zur EM nehmen.“

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